Zecken bei Hunden

Zecken bei Hunden
Hunde

Zecken bei Hunden

„Endlich lässt mich Frauchen los und ich kann toben!“. Herrchen wirft den Stock besonders weit und der Vierbeiner saust übers Feld, springt durch Pfützen und kommt mit dem Wurfobjekt zurück. Pudelnass, aber glücklich und mit ihm auch einige kleine Parasiten namens Zecken.

 

Wie gelangt die Zecke auf den Hund?

Die in Deutschland bekannten, nur etwa zwei bis vier Millimeter großen Zeckenarten, wie

  • die Braune Hundezecke,
  • die Auwaldzecke und
  • der Gemeiner Holzbock,

bevölkern nicht nur Wiesen und Felder. Sie sind auch zunehmend in städtischen Parkanlagen und auf Rastplätzen anzutreffen – also überall dort, wo Frauchen und Herrchen mit dem Vierbeiner unterwegs ist. Die Biester nehmen dabei meist ihren Wirt anhand des Geruchs oder der Körperwärme wahr.

Der sogenannte Zeckenalarm besteht hauptsächlich in den Monaten März bis Oktober. Aber auch an milden Wintertagen sind einige Krabbeltiere unterwegs. So lässt sich der Gemeine Holzbock selbst von Temperaturen unter zehn Grad Celsius nicht abschrecken. Ansonsten bevorzugen Zecken ein warmes und relativ feuchtes Klima.

Für die blutsaugenden Zecken ist der Hund ein ideales Opfer. Die Biester suchen sich beim Angriff besonders die bodennahen Körperstellen aus, die für sie beim Streunen und Spazieren des Hundes zuerst erreichbar sind. Meistens verharren die Sauger auch an diesem Ort. Bevorzugte Körperstellen betreffen häufig Ohren, Kopf, Schultern und Gliedmaßen sowie Nacken und Brustbereich. An der Einstichstelle setzt die Zecke einen absorbierenden Stoff frei, der betäubend wirkt und das Blut nicht gerinnen lässt. Auf diese Weise kann sie sich unbemerkt über mehrere Tage komplett vollsaugen, bis sie ein Vielfaches an Größe und Gewicht zugelegt hat und letztendlich abfällt.

 

Mögliche Krankheiten und Symptome

Zecken bei Hunden sind als dunkle Punkte auf der Hundehaut zu erkennen, die sich mit der Zeit deutlich von der Oberfläche abheben. Der saugende Vampir setzt seine Zeichen. Durch den Speichel der Zecken kommt es in manchen Fällen zu Hautschwellungen und entzündlichen Rötungen. Wenn beim Entfernen der Kopf der Zecke in der Hundehaut steckenbleibt, sind mitunter knotige Hautveränderungen die Folge.

Während des Saugvorganges filtert die Zecke brauchbare Stoffe heraus. Die unbrauchbaren Stoffe leitet sie über den Speichel an den Körper des Wirts wieder zurück. Sind darin entsprechende Erreger enthalten, lösen diese oft schwerwiegende Infektionskrankheiten beim Hund aus.

  • Borreliose

Diese Erkrankung tritt bei Hunden in Mitteleuropa sehr häufig auf. Nach dem Zeckenbiss muss der kleine Vierbeiner genau beobachtet werden. Oftmals entwickeln sich erst im Laufe der Zeit verdächtige Symptome, die mit Teilnahmslosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder gar Fieber einhergehen. Selbst geschwollene Lymphknoten sind ernstzunehmende Hinweise auf eine beginnende Borreliose. Der kleine Kerl muss sofort einem Tierarzt vorgestellt werden. Warten Sie zu lange, sind im fortgeschrittenen Stadium Gelenkerkrankungen, Lähmungen oder Augenentzündungen zu erwarten. Eine akute Lebensgefahr besteht bei Herz- und Nierenproblemen!

  • Babesiose (Hundemalaria)

Bei dieser Infektion mit einzelligen Parasiten erfolgt eine zunehmende Zerstörung roter Blutkörperchen, die eine Blutarmut hervorruft. Unbehandelt führt diese Erkrankung unweigerlich zum Tod.

  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Eine FSME-Vireninfektion führt zur Erkrankung des Nervensystems. Neben Fieber kann es unter Umständen zu schweren neurologischen Ausfällen mit Lähmung und Wahrnehmungsstörungen kommen.

  • Ganulozytäre Anaplasmose

Bakterielle Infektionen der Anaplsmose zeigen sich symptomatisch mit Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust. Gelegentlich treten auch Gelenkentzündungen auf.

 

Zeckenschutz bei Hunden

Allgemeine Zeckenmittel für Hunde

Das ist leichter gesagt als getan. Obwohl der Markt viele Gegenmittel bietet, kann der eigentliche Angriff einer Zecke nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Bestimmte Zeckenschutzmittel (auch Spot-on´s genannt) sorgen allerdings dafür, dass die Zecke noch vor dem Festsaugen abgetötet wird. Einige Tropfen des jeweiligen Präparates zwischen Schulterblättern oder Rutenansatz des Hundes verteilt, vergiftet den Parasiten und lässt ihn schneller abfallen. Eine ähnliche Wirkung enthalten Zeckensprays und Zeckenhalsbänder.

Mit einer Impfung gegen die durch Zecken übertragene Borreliose steht ein weiterer Zeckenschutz für Hunde zur Verfügung. Dieser Wirkstoff ist jedoch nur bei bestimmten Bakterienarten einsetzbar.

Alternative Zeckenmittel für Hunde

Kokosöl: Dieses natürliche Mittel kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden. Der Hund bekommt regelmäßig einen halben Teelöffel ins Futter. Das fördert nicht nur die Verdauung, sondern wirkt auch vorbeugend gegen Zecken und Würmer. Für die äußere Anwendung werden vor dem Gassigehen jeweils einige Tropfen auf dem Rücken oder an anderen Stellen des Vierbeiners verteilt. Der Duft vertreibt die Zecken!

Babypuder: Puder absorbiert größere Mengen an Flüssigkeit. Der Panzer des Insektes trocknet somit vollständig aus. Wird das Hundefell demnach regelmäßig gepudert, reduziert sich auch der Zeckenbefall schlagartig.

Tipp – Zecken entfernen!

Prinzipiell sollte der Hund nach jedem Spaziergang gründlich nach Zecken abgesucht werden. Ein Flohkamm vereinfacht die Prozedur erheblich. Ist eine Zecke gefunden, muss diese mit einer Pinzette oder anderen Hilfsmitteln schnellstens entfernt werden. Notfalls können Sie auch die Finger nehmen. Fassen Sie die Zecke hautnah zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehen den Plagegeist vorsichtig heraus. Dabei darf diese keinesfalls gequetscht werden, da sonst Krankheitserreger die Wunde infizieren können. Auf Öl, Klebstoff oder Alkohol ist unbedingt zu verzichten!

Fazit!

Damit Ihr kleiner Liebling nicht zu einem sogenannten Zeckentaxi mutiert, sollte auf jeden Fall eine tierärztliche Beratung erfolgen. Nur der Tierarzt kann beurteilen, welche Vorbeugung oder Gegenmaßnahme für die jeweilige Hunderasse sinnvoll ist! Und noch etwas: Bei Unklarheiten im Umgang mit Pinzette und ähnlichen Gerätschaften wird der Tierarzt sicherlich gern die Zecken entfernen!

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